Fontane-Kiefer (Naturdenkmal)
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Naturdenkmal zu Ehren Fontanes
Die sogenannte Fontane-Kiefer befindet sich im Naturschutzgebiet Löcknitztal am Löcknitztalwanderweg und 66-Seen-Wanderweg zwischen Wallbrücke und Klein Wall. Der Standort befindet sich an einem schmalen Hang unmittelbar an der Löcknitz und gegenüber der Siedlung Schmalenberg.
Am 21. Juni 2024 ist die Fontane-Kiefer umgefallen. Der Baumstamm der Fontane-Kiefer war im Inneren stark geschädigt und wurde vom Sturm gebrochen. Baumkundliche Untersuchungen ergaben ein Alter von etwa 180 Jahren – jünger, als lange vermutet. Der verrottende Stamm ist nun Teil des natürlichen Waldkreislaufs: ein Lebensraum für Insekten, Pilze und Tiere des Löcknitztals. In einer Welt, die sich immer schneller dreht, lädt uns dieser Ort zur Entschleunigung ein. Die gestürzte Kiefer erinnert uns daran, das „Genaue Hinsehen“ nicht zu verlernen. Wir verbinden hier die literarische Ruhe des 19. Jahrhunderts mit unserem modernen Bewusstsein für den ewigen Kreislauf der Natur. Der Name der Kiefer erinnerte an Fontanes Streifzüge durch die Mark – als stiller Gruß an den Schriftsteller, dessen Blick für märkische Landschaften bis heute inspiriert. Theodor Fontane wurde 1819 in Neuruppin geboren und prägte die märkische Literatur. Er streifte jahrzehntelang durch Brandenburg, beobachtend und schreibend. Orte und Menschen der Mark beschrieb er mit feinem Sinn fürs Detail und machte viele Gegenden, wie das Löcknitztal, so erstmals bekannt und sichtbar. Der äußerlich stattliche Baum, an dem vor rund 150 Jahren Theodor Fontane bei seinen Wanderungen durch die Mark vorbeigekommen sein soll, ist mit der Krone in die Löcknitz eingetaucht. Im Naturschutzgebiet gefallen, wird die Kiefer in den folgenden Jahren dem natürlichen Kreislauf folgend anderen Tieren Schutz und Nahrung bieten.
[Textzuarbeit durch den Heimatverein Grünheide (Mark) e. V.]


